Samstag, 12. Mai 2007

arequipa

arequipa gefiel uns sehr gut, trotzdem blieben wir nur 2 tage hier, wir wollten so schnell wie moeglich in die waerme...

sehr interessant war der besuch im santa catalina kloster, wo wir viel ueber das leben der nonnen zur zeit der spanier erfuhren. wir hatten einen privaten guide, der uns sehr viele fragen beantworten und uns die geschichte des klosters naeherbringen konnte. danach assen wir die wohl feinsten crepes unserer ganzen reise (oder waren sie sogar die besten unseres lebens?) in einem franzoesischen restaurant und genossen danach die aussicht von einer terasse auf die plaza de armas.
in arequipa sahen wir ausserdem so viele tauben und taxis wie noch nie. die stadt ist waermstens zu empfehlen, nur schon die atmosphaere um den plaza ist wunderschoen, wie auch die die stadt umgebenen, schneebedeckten vulkane, die bis zu 6000 meter in den himmel ragen.
plaza de armas

vulkan misti, vom santa catalina kloster aus fotografiert

Mittwoch, 9. Mai 2007

nachtrag

im eintrag b o l i v i e n vom 26. april hat es jetzt mehr fotos von la paz, der death road und dem titicacasee! viel vergnuegen :)

Montag, 7. Mai 2007

p e r u : cusco - ollantaytambo - machu picchu



cusco

nach dem wunderschoenen titicacasee, auf dem wir die uros auf ihren schwimmenden inseln besucht haben und auf der insel amantani bei einer familie uebernachten konnten, sind wir nach cusco gereist und wurden von vreni und jose ( bekannte von melanie) sehr herzlich empfangen. nach solchen wc's wie auf dem bild oben zu sehen also jetzt ein sehr herziges haus, weiche betten, ein schoenes bad, und das beste: spaghetti zum z'nacht :) wir werden richtig verwoehnt und geniessen es in vollen zuegen, wir fuehlen uns wie zuhause..



cusco war die hauptstadt der inkas, und auch heute noch sieht man ruinen in der naehe der stadt und die inkamauern. die geschichte der stadt und umgebung ist sehr interessant, es gibt viel zu sehen und entdecken.
wir machten uns auf nach ollantaytambo, ein herziges staedchen mit viel charakter, dort besuchten wir die ersten ruinen. das interessante ist dort, dass die menschen noch immer in den von den inkas geschaffenen haeusern wohnen.

ollantaytambo.

die ruinen am hang.

2 zuckersuesse maedchen auf dem plaza im zentrum.


von dort aus nahmen wir den zug richtig aguas calientes. das dorf am fusse des machu picchu ist ueberfuellt mit touristen, agenturen, restaurants... wir fanden ein herziges hostal, und frueh morgens um 4 machten wir uns auf den weg zur inkastadt machu picchu. die stadt liegt zwischen 2 bergen - dem machu picchu und dem huayna picchu (alter und junger berg in quechua). vom huayna picchu aus sieht man ueber das ganze tal, die enorm steilen berge und den dschungel , eine wunderschoene aussicht und man fuehlt sich zugegeben ein bisschen unwohl, denn der steile abgrund ist doch ziemlich erschreckend..

auf dem huayna picchu.

huayna picchu


die terassen der inkas, hier pflanzen die bauern quinoa, mais und coca an.

das fruehe aufstehen hat sich absolut gelohnt - nach 11 uhr war die inkastadt von farbigen punkten (touristen) uebersaeht und wir machten uns auf den weg nach unten. am naechsten tag wollten wir die teure zugfahrt umgehen und waehlten einen etwa 6 mal so langen weg durch den dschundel mit zug, truck und bus. diese reise ist absolut empfehlenswert, man faehrt durch die abgelegensten doerfchen, sieht die interessantesten pflanzen, wunderschoene berg- und flusslandschaften und wird ueberall herzlich empfangen.

santa teresa - ein solcher truck brachte uns nach 20 minuten fahrt durch den dschungel in dieses freundliche doerfchen.

nach 14 stunden rueckreise sind wir dann nach halsbrecherischen busfahrten in cusco angekommen. jetzt gehts weiter nach arequipa und von dort aus in den warmen norden...

Donnerstag, 26. April 2007

b o l i v i a

uyuni


ein ort mit viel charakter - wir blieben aber nur ueber nacht, deshalb hier noch 2 salzwuestenfotos und ein schnappschuss aus dem bus vor abfahrt:










potosi
von uyuni machten wir uns schon am naechsten tag auf nach potosi, in die hoechste stadt der welt (4060 meter ueber meer). die hoehe machte sich schon ziemlich heftig zu erkennen - das atmen faellt schwer, das herumflanieren in der stadt ist nicht so einfach wie in zuerich...


markt in potosi




potosi liegt am fusse des cerro rico, indem tausende von arbeitern jeden tag in der silbermine schuften, zu zum teil sehr unhumanen bedingungen. wir haben sie besucht, brachten ihnen coca blaetter (die kaut man und es gibt auch tee davon, sie helfen bei hoehenproblemen und wirken aufputschend), suessgetraenke und dynamit, haben mit ihnen gesprochen und durften selbst durch die enorm engen gaenge kriechen, bei zum teil ueber 40 grad. das war sehr eindruecklich.

hierzu ein wikipedia ausschnitt ueber die arbeit im cerro rico:

...noch heute schuften die mineros, die Bergleute unter haarsträubenden Sicherheits- und Umweltbedingungen Silber und Zinn in Genossenschaften. Auch heute (2005) noch arbeiten fast 6.500 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 16 Jahren unter unerträglichen Arbeitsbedingungen im Bereich des Cerro Rico, im Silber- und Zink- und Bleibergbau oder auf den Abraumhalden und den unterschiedlichsten Dienstleistungen. Mindestens 800 von ihnen sind täglich bis zu 10 Stunden unter Tage für etwa 4 US-Dollar Lohn ohne Arbeitsvertrag tätig.


http://de.wikipedia.org/wiki/Cerro_Rico



cerro rico

dynamit austesten fuer die touristen, vor dem mineneingang. (guide mit coca blaettern im mund - dicke backe :)

sucre


die hauptstadtt boliviens liegt einige hundert meter unter potosi. wir waren im wohl kitschigsten hostel ganz boliviens, ein bisschen ausserhalb der stadt. die atmosphaere in diesem studentenmekka ist sehr gemuetlich, ruhig, mit viel musik und fest, wir hatten eine supertolle zeit.


im hostel mit rianne, heather und ryan

der kindergarten geht ins dinosauriermuseum


stundenlanges spielen und foetelen mit kindern in sucre - auf einem aussichtspunkt mit wunderschoener aussicht auf die stadt.

la paz




la paz ist chaos - tausend autos, tausend menschen, viel viel abfall, sehr viel armut und ein hexenmarkt, auf den man aaaallles kaufen kann. vom doppelstecker bis zum toten lama. wir radelten die death road, einst gefaehrlichste strasse der welt*, herunter, liefen stundenlang durch die riesigen woll- und esswarenmaerkte, und essen und schlafen hier zu absoluten spotpreisen von etwa 2-4 dollar. die grossstadt gefaellt uns also sehr gut, sie steht nie still und man kann so viel sehen und entdecken. die aussicht auf den illimani (6400m) ist unglaublich schoen, und die skyline ueberwaeltigend. zusammen mit christa und tobi, die zur gleichen zeit wie wir in la paz waren, gingen wir an einen fussballmatch und in den zirkus. vielen dank fuer die tollen 3 tage :)

la paz

skyline in der nacht


schuheputzer


micro - hier passen ca. 30 leute rein, und es hat immer platz fuer einen mehr!



*von 4700 m bis 1200 m, 3500 hoehenmeter mit dem bike nach unten, die strasse, die einst mal die hoechste todesrate verzeichnen musste. heute fahren dort praktisch keine autos mehr - kann man sich aber auch nicht vorstellen, dass auf dieser schmalen strasse 2 busse kreuzen koennen.. die strecke liegt im regenwaldgebiet, man faehrt durch wasserfaelle und der abgrund ist enorm steil. trotzdem, voellig ungefaehrlich mit dem fahrrad :)





ready....




... go!!!




titicacasee


das erste mal auf dem titicacasee - wir ueberquerten den see mit einem kleinen boot und bangten ein bisschen um unser gepaeck auf dieser schaukelfaehre...


von la paz aus machten wir uns mit nur noch einem kalifornier auf zum titicacasee. die erste station war copacabana, wo viele einheimische hinpilgern, um verschiedenste sachen zu segnen - das auto ist wahrscheinlich das typischste. schnell ein paar blumen drauf, 5 minuten vor der kirche stehen lassen, und voila ist es gesegnet fuer alle weiteren fahrten. so kauft man kleine haeusschen, geld, paesse - alles moegliche um es danach zu segnen...




von dort aus nahmen wir das schiff zur isla del sol. wir hatten das wohl schoenste hostel ueberhaupt, mit blick auf den see und einer wunderschoenen terasse. da blieben wir zwar nur eine nacht, aber trotzdem hier ein paar eindruecke:




puno

grenzuebergang nach peru.


nach copacabana gings ueber die grenze nach peru. das erste mal auf peruanischem boden, in puno angekommen, die wohl haesslichste stadt, die wir auf unserer ganzen reise gesehen haben. wir blieben deshalb auch nur bis zum naechsten morgen, um wieder ins boot zu steigen und dieses mal die floating islands zu besuchen. die uros, die inselbewohner, leben auf schwimmenden inseln, die sie mit schilf alle halbe jahre neu praeparieren. sie koennen ihre nachbarn selbst waehlen, und wenns ihnen nicht mehr passt, schwimmen sie halt davon. der baustein dieser vielen kleinen inselchen ist sehr interessant, ebenso ihre geschichte und die lebensweise der uros.




schilf essen auf den floating islands

wir strandeten auf der insel amantani, wo wir die moeglichkeit hatten, bei einer inselbewohnerin zu uebernachten. wir konnten in einem kleinen zimmerchen schlafen, spezielle kartoffelgerichte ausprobieren, und das beste, mit typisch peruanischer kleidung an ein typisches inselfest tanzen gehen. so sahen wir aus:
keine angst, wir haben die trachten dortgelassen und kommen wieder mit jeans und t shirt nach hause :)

hast du einen kaugummi fuer mich?
insel taquile

Montag, 16. April 2007

Salar de Uyuni

Heather, Ryan, Mike, Rianne, Marisa, und unser guide Marcos. so hiess die truppe, die mit uns 2 den 3-tage-trip nach bolivien startete. wir packten unser gepaeck nach der bolivianischen grenze (alles verlief sehr angenehm und schnell) auf den jeep und fuhren nordwaerts durch eine unglaublich schoene landschaft. erster halt war eine lagune, laguna blanca. wir sahen das erste mal ein paar flamingos und waren schon absolut begeistert. nach der laguna verde gelangten wir an heisse quellen, in denen wir baden konnten. wir befanden uns zu diesem zeitpunkt auf fast 5000 metern - auf dieser hoehe in heisse quellen zu steigen war einfach unglaublich. danach folgte die laguna roja, mit hunderten flamingos, und das wasser war wirklich rot. solche momente kann man nicht wirklich beschreiben - wir standen einfach am wasser, machten 1000 fotos und staunten ueber diese atemberaubende natur. geschlafen haben wir in einem absoluten basic block, das essen war aber supergut, sodass wir die eiskalte nacht alle mehr oder weniger gut ueberlebten. am naechsten morgen ging es von eiskalt zu brodelnd heiss - die hoechsten geysirquellen der welt. die daempfe, die aus der erde zischten, waren aggressiver und lauter, es brodelte nur so unter unseren fuessen. zum zusehen interessanter, fuer die fotos und das gesamtbild haben die tatio quellen in chile mehr ueberzeugt. die naechste station war eine weitere flamingo lagune und dann, nach einer langen, holprigen fahrt, das salzhotel, wo wir uebernachteten. es war wirklich alles aus salz: boden, waende, stuehle, tische, alles was nicht mit wasser in verbindung kommt (es regnet vielleicht 2 mal pro jahr in diesem gebiet...). die nacht war viel waermer als die letzte, und es hatte sogar ziemlich warme duschen. die brauchten wir auch, denn am naechsten morgen ging es wieder frueh los, 5:30, zum salzsee, zum absolut spektakulaersten sonnenaufgang: als die sonne am horizont erschienen ist, breiteten sich unsere schatten weit ueber die ganze salzflaeche aus, und der augenblick war magisch. mitten auf einer salzflaeche, rund herum nur weisse flaeche und irgendwo in der ferne ein paar bergen. das wasser auf dem salz reflektierte die sonne goldig, und alles spiegelte sich. wir haetten stundenland frisbee spielen koennen - diese salzflaeche ist ein absolut perfekter playground und bietet enorm gute fotografie bedingungen. es hat uns so gut gefallen, dass wir in uyuni angekommen unser guide und dessen chef ueberreden konnten, am abend nochmals zum salzsee zu fahren. wir assen dort, spielten, hoerten musik, sahen den sonnenuntergang und lagen danach unter den sternen, bis es so kalt wurde, dass wir gehen mussten. sonst waeren wir bestimmt bis am morgen dort geblieben.. es war unglaublich schoen...


die ultimativen fotos von ryan aus kalifornien findet ihr auf : http://usc.facebook.com/album.php?aid=2124734&l=f9b2c&id=3411022

San Pedro de Atacama

melanie war wieder auf den beinen, und wir machten uns zusammen mit einem deutschen auf nach san pedro de atacama. das letzte mal passierten wir die grenze argentinien - chile (insgesamt etwa sieben mal). san pedro liegt in der trockensten wueste der welt und ist somit eine art touristen-oase. die preise fuers essen waren nach patagonien noch nie so hoch, und auch sonst ist san pedro nicht wirklich speziell. jedoch verbrachten wir die meiste zeit nicht in san pedro selber, sondern in der umgebung, und die ist absolut traumhaft schoen. als erstes machten wir eine tour ins valle de la luna, das mondtal. wunderschoene felskombinationen und eine atemberaubende aussicht warteten auf uns. die wueste ist aus salz, in diesem teil ist alles mit sand ueberdeckt. wenn man ganz still ist und genau hinhoert, hoert man das salz knirschen, alles scheint zusammenzubrechen. als highlight haben wir den sonnenuntergang auf einer der duenen gesehen, das war unglaublich schoen. die temperatur schnellte danach in die tiefe, das war ebenfalls sehr eindruecklich.

am naechsten tag ging es zu den geysirquellen. um 4 uhr fuhren wir los, damit wir die hoechsten wasserspritzer sehen konnten und natuerlich den sonnenaufgang. es war eisig kalt, auf fast 4000 metern, aber coca tee und ein gutes fruehstueck machten die lange stunde bis zum sonnenaufgang ertraeglich. es hat sich gelohnt, die quellen im sonnenaufgangslicht waren wunderschoen und die geologie in diesem gebiet absolut interessant.

wieder zurueck buchten wir die tour in die salzwueste nach bolivien. auf dem anmeldeblatt sahen wir die namen dreier amerikaner, die wir schon in santiago und auch in bariloche angetroffen haben. sowas passiert immer wieder, alle machen in etwa die gleiche route, man trifft sich oefters ein paar wochen spaeter, kann geschichten austauschen und merkt so, wie viel man eigentlich erlebt hat, wie schoen und eindruecklich doch alles war...
somit freuten wir uns sehr auf den 3-tage-trip nach bolivien.

Salta

von uns 3 kamen 2 schon krank in salta an. das war sehr schade, denn salta ist eine wunderschoene stadt im norden argentiniens. kleine gaesschen, maerkte und schoene kirchen machen die stadt sehr familiaer. das wetter war superschoen, heiss, auch wiedermal schoen, hatten wir doch genug kaelte in patagonien. ich, tanja, hab mich dann an einem tag einer gruppe angeschlossen, die nach huamauaca gereist ist. das kleine doerfchen ca 3 stunden noerdlich von salta und 2 von jujuy liegt in einer eindruecklichen gegend mit viel historischem hintergrund. das leben ist sehr einfach, wollenkleidermaerkte dominieren den dorfplatz und kleine kinder staunen ueber die vielen touristen. man koennte fast meinen, man sei schon in bolivien...
die berge, die die doerfer umgeben, haben unglaublich schoene farben, und der beruehmteste nennt sich der berg mit den sieben farben. die verschiedenen gesteinsschichten erscheinen gelb, rot, braun in allen varianten.
auf der rueckfahrt nach salta kamen wir dann noch in den genuss von 2 stunden wartezeit auf der autobahn wegen einer demonstration, einem nationalen streik, den paro nacional, dessen ursprung in der provinz neuquen liegt. ein lehrer wurde in einer demonstration erschossen, und deshalb streiken und protestieren jetzt tausende im ganzen land. sie blockierten kurzerhand einfach mal die autobahn mit feuern und lautem gejaule, die autos stauten sich abends um sieben natuerlich in sekundenschnelle zu einer riesigen kolonne. fuer uns wars interessant, und auch die anderen autofahren nahmen es ziemlich gelassen, stiegen aus, tranken ihren mate und warteten.. lustig wurde es dann, als sich eine kleine luecke oeffnete und sich somit alle autos in diese draengten. wir kamen mit ca. 2 stunden verspaetung in salta an, was doch eigentlich gar nicht mal so schlimm war.